Freitag, 2. Juni 2017

New York

Hallo, alle miteinander. Falls es noch jemand lesen sollte... Den letzten Bericht für New York habe ich schon im Flugzeug nach Porto geschrieben, als es schon wieder zurück nach Europa ging. Ich habe es aber schlichtweg immer wieder vergessen, die Fotos hochzuladen und so bin ich jetzt erst dazu gekommen. Sorry dafür! Also hier nun der letzte Bericht zu meinem Kanada-Trip:
So, meine lieben Leute.
Nun sitze ich grade im Flugzeug von Porto nach Amsterdam und ich dachte mir, dass ich die Zeit ja nutzen könnte, um den letzten Eintrag meines Blogs zu schreiben.
Joseph war so nett, mich am letzten Abend zum Busbahnhof in Toronto zu bringen. Nun hatte ich mal wieder eine 12-stündige Busfahrt vor mir. Die Busfahrt von Banff nach Vancouver war ja schon hart aber die Fahrt nach New York sollte das nochmal übertreffen. Erstmal war der Bus komplett voll, sodass ich keinen Sitz frei hatte neben mir. Zudem war ich grade eingeschlafen, da waren wir auch schon an der amerikanischen Grenze angekommen. Dort muss man dann seinen Reisepass vorzeigen, sagen was man in den USA macht und jedes Gepäckstück wird wie am Flughafen durch einen Metalldetektor gescannt. Das dauert natürlich eine Weile bei einem ganzen Bus voller Menschen. Ich hatte aber das Glück, dass der Border Officer mir sofort geglaubt hat, dass ich nur ein paar Tage New York besuche und dann zurück nach Europa fliege. Ich hatte keine Probleme aber andere Leute aus dem Bus mussten noch Anrufe tätigen um den Officers eine Adresse zu geben, wo sie in der Zeit in den USA leben. Aber wie gesagt, bei mir lief alles glatt.
Um euch nicht zu verwirren muss ich schon mal sagen, dass der Couchsurfer in New York auch Joseph hieß. Ich nenne ihn jetzt aber einfach mal Joe, weil ich ihn auch so genannt habe. Ich hatte einige Verständigungsprobleme mit ihm beim schreiben, sodass ich mir für die erste Nacht ein Hostelzimmer unweit von Manhattan genommen habe. Das war auch ganz gut, weil ich dann nach der anstrengenden Busfahrt erstmal entspannen konnte. Eigentlich hatte ich geplant zu schlafen wenn ich mittags im Hostel ankomme. Allerdings war es ähnlich wie in Toronto: Das Wetter war einfach zu gut, um im Hostel rumzuhängen. Also habe ich mich aufgerafft und bin mit der Bahn in die Stadt gefahren. Jede Fahrt in New York kostet 2,50$, egal wie weit man fährt und man kommt in kürzester Zeit überall hin. Mein erstes Ziel war das Rockefeller Center. Meine liebe Freundin Thea (ich hoffe du liest das hier) gab mir den Tipp, dass man von dort einen Blick über die gesamte Stadt hat. Und da der Wetterbericht leider für die folgenden Tage sehr schlechtes Wetter vorausgesagt hat, dachte ich mir, dass ich das lieber an einem sonnigen Tag mache. Und diesmal war es mir auch 35$ wert. Es ist schließlich New York! Und ich muss sagen: Danke, Thea! Es war das Geld wirklich wert. Ganz oben auf dem Rockefeller Center konnte man auf der einen Seite das Empire State Building perfekt überblicken und auf der anderen Seite den gesamten Central Park. Aber das könnt ihr auch auf den Bildern sehen.  Danach bin ich ganz in den Süden von Manhattan gefahren, um mir die Freiheitsstatue anzugucken. Dort fährt eine Fähre umsonst nach Staten Island. Leider fährt die Fähre nicht direkt daran vorbei aber ich hoffe man kann es ein wenig erkennen auf den Bildern. Die Fähre zur Freiheitsstatue hätte nämlich nochmal ca. 30-40$ gekostet und das war es mir nicht wert, nur um eine Statue anzugucken. Nachdem ich sofort die Fähre zurück genommen habe, bin ich ein wenig den Broadway entlang gelaufen Richtung Upper Manhattan. Allerdings wurde ich irgendwann so müde, dass ich entschied, zurück zum Hostel zu fahren. Und die Nacht habe ich auch tatsächlich ca. 13 Stunden geschlafen. Die Busfahrt in der vorherigen Nacht war einfach zu hart und ich hatte maximal 3 Stunden Schlaf.
Am nächsten Morgen habe ich im Hostel ausgecheckt und den Weg zu Joe angetreten. Der Wetterbericht hatte Recht, die Straßen standen unter Wasser vor Regen. Joe lebt in South Brooklyn, was ca. 40min Fahrt mit der Bahn von Manhattan ist. Aber wie gesagt, jede Fahrt kostet 2,50$ und es war eine durchgehende Fahrt, also gar kein Problem. Zum Glück hat Joe mich auch relativ schnell abgeholt und er hatte einen anderen französischen Couchsurfer dabei, Alex. Irgendwie habe ich echt Glück gehabt mit den Menschen, die ich auf meiner Reise kennengelernt habe, denn Alex ist ein netter Typ und wir waren sofort voll auf einer Wellenlänge. Joe lebt im Keller von dem Haus, das mal seinen Eltern gehört hat und ist eigentlich immer nur dort, wenn er arbeitet. Sonst fährt er nach Pennsylvania, weil er dort eine Ferienwohnung besitzt. Der Keller war nichts besonderes, aber wir hatten alles was wir brauchten. Ich hatte sogar mal wieder mein eigenes Bett und Alex hat auf der Couch geschlafen. Leider hat sich das Wetter den Tag nicht mehr gebessert. Aber wenn Joe etwas kann, dann reden. Es gab nicht eine Minute, in der er nichts gesagt hat. Aber immerhin besser als jemand, der gar nichts sagt. Seine Kellerwohnung liegt in South Brooklyn in einer sehr schönen Wohngegend. Alex und ich wollten aber beide auch die 'Ghetto-Seiten' von Brooklyn sehen. Also hat Joe eine kleine Stadtführung durch die Ghetto Viertel von Brooklyn mit uns gemacht.  Abends waren wir in seinem Lieblingsdiner Burger essen und haben noch ein wenig Fernsehen geschaut, bevor es ins Bett ging.
Morgens haben Alex und ich nicht geschafft, Joe zu wecken, weswegen wir einfach einen Zettel hinterlassen haben und uns auf den Weg Richtung Manhattan gemacht haben. Zuerst haben wir uns das Chrysler Building angeguckt, dann sind wir die berühmte 5th Avenue entlang gelaufen und haben ein paar Läden abgeklappert. Als nächstes stand der Central Park auf der Agenda. Allerdings ist der so riesig, dass wir nur ein wenig davon gesehen haben. Einige Leute sind dort zu Musik mit Rollerblades gefahren und es war überall etwas los. Danach sind wir mit der U-Bahn zum World Trade Center Memorial gefahren. Irgendwie eine echt komische Stimmung dort, wenn man sieht, wo die Twin Tower mal standen. Außerdem haben sie einige originale Stahlträger erhalten. Das stimmt sogar mich traurig, wenn man dort all die Namen sieht, die damals gestorben sind. Aber kommen wir zurück zu den schönen Dingen. Alex und ich hatten Hunger auf Chicken Wings und wollten außerdem den Times Square mal im Dunkeln sehen wegen den ganzen Lichtern. Da muss man echt aufpassen, dass man keinen epileptischen Anfall bekommt, so viel wie da am flackern und leuchten ist. Wir haben uns dort dann eine Bar gesucht und versucht ein Bier zu bestellen. Alex ist 23 und hatte somit kein Problem aber ich hatte total vergessen, dass in den USA Alkohol ja ab 21 ist. Und ich bin 20... Dann halt eine Cola. Aber die Chicken Wings waren sehr lecker. Mittlerweile war es auch schon kurz vor Mitternacht und wir entschieden uns, zurück zu Joe zu fahren. Abschließend kann ich sagen, dass das echt ein mega guter Tag war. Alex ist auch endlich mal ein Franzose, mit dem man sich gut in englisch verständigen kann.
Das war dann auch schon der letzte Tag mit Alex, denn am Sonntag ging sein Flug zurück nach Frankreich. Ich bin gegen Mittag nach North Brooklyn gefahren, weil ich über die Brooklyn Bridge laufen wollte. Zuerst hat es etwas geregnet, aber der Wettergott meinte es gut mit mir und es blieb trocken. Ansonsten haben die Läden alle relativ früh zugemacht, da Sonntag war, weswegen ich zurück zu Joe gefahren bin und wir noch ein letztes Mal ins Diner essen gegangen sind.
Nun kam mein letzter richtiger Tag auf meiner Reise. Im Prinzip habe ich gar nicht mehr so viel gemacht, außer geshoppt, Geschenke gekauft und im Endeffekt auch ein Bisschen zu viel Geld ausgegeben. Aber wann kommt man schon nochmal nach New York.
Den nächsten Tag habe ich nur noch meine Sachen gepackt und bin losgefahren Richtung Flughafen. Natürlich bin ich von dem Flughafen aus geflogen, der am anderen Ende von New York ist. Also musste ich noch ungefähr eine Stunde Bahn fahren. Am Flughafen lief alles gut und nun sitze ich hier im Flugzeug.
So, hier endet also der Bericht, den ich im Flugzeug geschrieben habe. Mittlerweile bin ich natürlich schon wieder in Deutschland und habe mich gut eingelebt. Als Fazit kann ich nur mal wieder sagen, dass es erneut die beste Entscheidung war, ins Ausland zu gehen und ich es jedem nur ans Herz legen kann. Ich hatte so viel Spaß und habe mal wieder unzählige Menschen kennengelernt. Aber ich bin jetzt auch froh wieder zuhause zu sein. Ich hoffe, es liest überhaupt noch jemand, auch wenn es etwas spät war. Oma, ich hoffe ich bekomme noch einen letzten Kommentar :-) Ansonsten vielen Dank fürs mitlesen und ich hoffe es hat euch nicht zu sehr gelangweilt. In diesem Sinne, macht's jut und vielleicht bis zum nächsten Mal!

Blick auf den Central Park und Upper Manhattan

Empire State Building und Lower Manhattan 


Times Square


Die Freiheitsstatue

Central Park

Central Station

Times Square bei Nacht



Brooklyn Bridge