Mittwoch, 29. März 2017

Jetzt gehts los!

Guten Abend, liebe Leute!
Langsam gehen mir die Begrüßungen aus. Ich habe heute leider gar nicht so viel zu berichten, aber ich wollte euch wenigstens einmal über meine Pläne informieren, bevor ich mich auf meine Reise begebe. Morgen geht es nämlich los.
Aber zuerst bringe ich euch auf den aktuellen Stand. Letztes Wochenende ist Mike mal wieder vorbei gekommen und ich habe noch ein wenig das Haus aufgeräumt, bevor Barb und Grant am Sonntag wiedergekommen sind. Mike und ich haben uns am Sonntag gegen Nachmittag Richtung Kelowna Airport aufgemacht. Eigentlich sollten die beiden schon gegen Mittag landen, aber der Flieger hatte Verspätung, weswegen sie ihren Anschlussflug verpasst haben und erst um 23 Uhr angekommen sind. Mike hatte die tolle Idee, Ecko mitzunehmen, obwohl sie Auto fahren hasst. Also hatte ich 1 1/2 Stunden einen zitternden, nervenden Hund in meinem Fußraum sitzen. Manchmal verstehe ich diesen Typen einfach nicht. Außerdem sind wir wie gesagt gegen Nachmittag losgefahren, haben etwas gegessen und gegen 19 Uhr saßen wir im Auto und haben uns gefragt, was wir nun noch vier Stunden machen. Ich habe vorher schon gesagt, dass wir viel zu früh losfahren. Aber wie gesagt, manchmal versteht man ihn nicht. Außerdem war es ein Sonntag, weswegen alle Läden entweder ganztägig oder spätestens um 19 Uhr zu waren. Also sind wir vier Stunden (!!!) einfach nur durch die Gegend gefahren. Zwar haben wir durch Zufall noch ein paar ganz lustige Sachen gesehen aber im Endeffekt war es schon sehr langweilig. Nur der Laden ''Axe Monkeys'' war wirklich interessant. Dort kann man mit einer Axt auf eine Zielscheibe werfen. Allerdings war das relativ teuer, weswegen wir uns das auch nur relativ kurz angeguckt haben und dann wieder losgefahren sind. Um 23 Uhr kamen Mike und Barb endlich am Flughafen an. Zum Glück pünktlich. Die beiden waren ziemlich bedient wegen den 7 Stunden Aufenthalt am Flughafen von Seattle. Hatte ich auf meinem Flug nach Vancouver auch und ich war alleine. Sollen sich mal nicht so anstellen...
Die letzten Tage hat sich nichts besonderes mehr abgespielt. Das Essen von Grant war aber jeden Abend sehr lecker. Gestern haben Mike, Grant und ich noch einen Anhänger mit allem möglichen Zeug an Grants Geschäft entladen. Anstrengender als die letzten 4 Wochen zusammen! Außerdem war gestern Waschtag angesagt und heute habe ich meinen Rucksack fertig gepackt. Eben gab es als letztes Abendessen ein sehr leckeres Chili con Carne. Morgen bringt mich Grant um 11 Uhr zum Bus nach Sicamous und dann geht es endlich los! Nun zu meiner Reise:
Als erstes geht es nach Banff, einen Touristenort mit angrenzendem National Park. Dort bleibe ich drei Tage. Danach fahre ich mit dem Bus nach Vancouver, wo ich bis zum 22. April bleibe. Wenn möglich mache ich allerdings noch einen Trip für ein paar Tage nach Vancouver Island. Mein Inlandsflug nach Toronto geht am 22. April und in Toronto bleibe ich voraussichtlich eine Woche mit einem Tagestrip zu den Niagara Fällen. Darauf folgt noch eine Woche in New York und am 10. Mai geht es schon wieder zurück nach Europa. Allerdings nach Amsterdam, wo ich ein paar Tage mit Freunden verbringe und dann zurück nach Deutschland komme.
Das ist die Kurzfassung, alles weitere folgt in den nächsten Blogeinträgen. Ich möchte ja auch nicht zu viel vorweg nehmen. Ich kann noch nicht genau sagen, wie lange ihr auf einen neuen Bericht warten müsst, weil das immer von Zeit und Internetverbindung abhängt. Aber ihr hört definitiv von mir! Macht es gut.

eine mobile Axt-Werf-Station


Fragt mich nicht was das ist. Aber es hört sich lustig an

Das Ogopogo-Ungeheuer, von dem ich im zweiten Eintrag berichtet habe



Mittwoch, 22. März 2017

Tuben, Revelstoke Dam & Nakusp Hot Springs

Servus, Freunde, Familie und Unbekannte!
Lang lang ist's her, als ich das letzte Mal einen Blogeintrag verfasst habe. Ich will euch auch gar keine Ausreden auftischen, dass ich keine Zeit gehabt hätte oder Ähnliches, das nimmt mir ja sowieso niemand ab. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel. Ich habe nichts erlebt. Wobei das auch ein bisschen hart ausgedrückt ist. Ich fange einfach mal von vorne an. Und eins kann ich schon mal vorwegnehmen: Heute gibt es viele schöne Fotos. Aber nicht runter scrollen! Erst lesen, dann gucken!
Die Tage, nachdem Grant und Barbara ihre Reise angetreten sind, fasse ich einfach mal ein wenig für euch zusammen. Wie gesagt, ich hätte auch jeden Tag schreiben können, wie lange ich mit dem Hund draußen war, wie das Wetter ist und ein Foto von meinem Abendessen posten können. Aber ich denke nicht, dass das irgendjemand lesen möchte. Wenn doch, möge derjenige sich doch bitte persönlich bei mir melden. Wobei es eine unschöne Sache zu erwähnen gibt von den ersten Tagen. Als Mike nach 2 Tagen vorbeikam, hat Ecko sich ganz komisch benommen. Sie hat sich nicht gefreut, lag nur herum, hat nichts gefressen und gezittert. Ich hatte schon Angst, dass ich irgendwas falsch gemacht haben könnte. Mike hat mich auch schon die ganze Zeit gefragt und darauf gedrängt, dass ich ehrlich sein soll. Ecko ist schließlich schon ziemlich alt und krank und da kann sich alles ziemlich negativ auf einen Hund auswirken. Nachdem es morgens immer noch nicht besser geworden ist, ist Mike mit ihr zum Tierarzt gefahren. Fünf Stunden war er dort! Fünf Stunden, in denen ich mir überlegt habe, wie man Grant und Barb am besten erklärt, dass ihr Hund während ihres Urlaubs gestorben ist. Na gut, so schlimm war es vielleicht nicht, aber man überlegt sich ja die schlimmsten Theorien. Der Tierarzt wusste auch nichts mit ihr anzufangen und hat ihr zur Sicherheit erst mal ein paar Schmerztabletten gegeben. Kann ja nie schaden. Den Tag hat sie sich noch etwas komisch benommen, aber ab da wurde es von Tag zu Tag besser. Zwei Tage später hat sie sich schon wieder benommen wie immer. Ich denke, dass sie die ersten Tage einfach Grant sehr vermisst hat. Schmerztabletten gegen den Herzschmerz also..
Ansonsten habe ich mir einige echt leckere Gerichte gezaubert, was mir wahrscheinlich sowieso niemand glauben wird. Mama, mach dich auf was gefasst, wenn ich wiederkomme. Mike hat mir in den Tagen noch die wichtigsten Sachen in Sicamous gezeigt. Den Hundepark, eine holländische Farm, die selbst gemachtes Eis verkauft, eine Snowmobil-Strecke und andere kleinere Sehenswürdigkeiten. Nichts Atemberaubendes, aber schon ganz interessant. Außerdem habe ich es nun endlich geschafft, ein Foto vom Haus zu machen.
Die Tage sind dann so vor sich hingeplätschert, ohne wirklich nennenswerter Geschichten. Zum Glück hat es irgendwann aufgehört zu schneien und mittlerweile ist der Schnee auch größtenteils weggetaut. Da fällt mir auf, dass das eine ganz gute Überleitung zur nächsten Story ist. Mike hat mir letzten Donnerstag erzählt, dass er mit mir tuben gehen möchte. Wem ich das bis jetzt noch nicht erzählt habe, sollte gesagt sein: Es ist nicht schlimm, wenn ihr keine Ahnung habt, was das ist. Hatte ich nämlich vorher auch nicht. Mike hat mir dann erzählt, dass man dort auf aufgeblasenen Reifen eine Skipiste runterrutscht. Ja, das klingt in der Tat erst mal gefährlich. Aber natürlich habe ich 'ja' gesagt und am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg Richtung Vernon gemacht, wo diese Piste sein sollte. Allerdings lag an dem Tag schon kein Schnee mehr und es hat sehr stark geregnet, weswegen ich nicht verstanden habe, wieso wir überhaupt den 1-stündigen Weg für nichts auf uns nehmen. Aber es hat sich dann herausgestellt, dass wir ganz oben auf den Berg zum Silverstar Mountain Resort fahren. Ein kleines Dorf, das noch komplett zugeschneit ist, wie im tiefsten Winter. Jedes Haus hat dort eine andere Farbe, was wohl auch sowas wie das Markenzeichen davon ist. Eigentlich hätte ich Fotos machen müssen, aber es war so stark am schneien, dass man nichts erkannt hat. Am Resort angekommen, habe ich die ganze Sache auch nun endlich verstanden. Es gibt vier Bahnen und man fährt wie mit einem Skilift nach oben. Eine echt coole Sache, die mega Spaß macht. Nur ist es leider auch sehr teuer. Mike hat mir vorher geraten, meine Wertsachen im Auto zu lassen. Im Nachhinein wäre es echt cool gewesen, die GoPro mitzunehmen, aber ich habe einfach mal ein Bild von Google stibitzt, damit ihr euch das besser vorstellen könnt. Natürlich gab es danach noch einen Burger und dann ging es schon wieder zurück nach Sicamous. Alles in Allem hat es richtig Spaß gemacht. Leider sind wir jeder nur zwei mal gefahren, da es 6 Dollar pro Fahrt (!!!) gekostet hat. 
Auf diese echt nette Abwechslung folgte dann wieder der Alltag hier. Auf Serien habe ich mittlerweile keine Lust mehr und auf YouTube müsste ich bald jedes Video gesehen haben. Aber gestern kam Mike wieder vorbei und meinte, er würde mich heute mit auf einen Roadtrip nehmen. Erst war ich ein wenig skeptisch, weil man nie so richtig weiß, was Mike mit einem vor hat. Er hat nur gesagt, es wäre eine Überraschung und ich solle meine Kamera mitnehmen. Aber im Endeffekt kann ich sagen, dass heute mit Abstand der coolste Tag hier war. Und weil es ja in Deutschland auch schon mitten in der Nacht ist, hat noch niemand erzählt bekommen, was ich gemacht habe und auch noch niemand Bilder gesehen. Aber von Anfang an. Heute Morgen um 11 Uhr sind wir losgefahren und ich wusste immer noch nicht wo die Reise uns hinführen sollte. Nach circa einer Stunde Fahrt ist dann wie aus dem Nichts ein riesiger Staudamm auf der linken Seite aufgetaucht. Wir waren nun in Revelstoke und das sollte das erste Highlight auf dem kleinen Roadtrip sein. Sowas habe ich auch wirklich noch nie gesehen und es war einfach beeindruckend, wie riesig dieser Revelstoke Dam war. Leider konnte man allerdings auf den Damm nicht drauf und das Visitor Centre war aufgrund der Höhe des Damms noch so zugeschneit, dass man nicht bis zur Aussichtsplattform durchkam. Aber Mike hat einfach am Highway angehalten, mich rausspringen lassen und das Foto ist, wie ich finde, richtig gut geworden. Bis dahin dachte ich, dass es das vielleicht gewesen wäre mit dem Roadtrip und wir nun zurückfahren. Denkste! Nach einem Cheeseburger bei McDonald's hat mich Mike drauf hingewiesen, dass nun nochmal eine Stunde Fahrt folgt. Wieder mit unbekanntem Ziel. Und wieder taucht aus dem Nichts das nächste Highlight auf. Wir fahren die ganze Zeit auf dem Highway und auf ein mal sind dort zwei Spuren mit zwei roten Ampeln. Auf der rechten Spur stehen zwei Trucks hinter einander und die Trucker stehen daneben. Mike hält vor der anderen roten Ampel und steigt aus. Ich habe mit Sicherheit geguckt wie ein Auto, ich hatte bis dahin nämlich immer noch nicht verstanden was los ist. Bis wir ein paar Meter weiter gegangen sind und man den riesigen See erkennen konnte. Nach der Ampel folgte eine 100 Meter lange ''Rampe'' ins Wasser. Nun hatte ich es auch gecheckt. Wir fahren mit einer Fähre! Vom Bundesstaat finanziert, damit der Verkehr über den See kommt. Mega cool! Aber was ist dort, dass wir dahin fahren? Ich wusste nur, dass ich eine Badehose und ein Handtuch dabei hatte. Um im See zu baden ist es allerdings dann doch noch etwas zu kalt. Nachdem wir in 30 min mit der Fähre den See überquert hatten, folgte nochmal 15 min Fahrt, bis wir an den Nakusp Hot Springs ankamen. Man kann sich das vorstellen wie ein Wellnessresort, allerdings kann man dort auch in so kleinen Hütten übernachten und alles ist sehr schick gemacht. Dort waren drei verschiedene Pools (im Sommer sogar vier). Ein sehr heißer, ein unfassbar kalter und ein relativ normaler. Was soll ich sagen, guckt euch die Bilder an. Mit so einem Ausblick hab ich auf jeden Fall noch nie gebadet. Nicht mal das Waldfreibad Hörste kann da mithalten. Mike hat sogar alles bezahlt, weil Barb und Grant uns Geld für solche Sachen da gelassen haben. Ich kann noch so viel schreiben, aber ich glaube die Bilder sagen mehr als tausend Worte. Als wir da waren hat auch noch die Sonne geschienen. Mike hat für seine Verhältnisse sogar echt viel geredet auf dem Trip und mittlerweile find ich ihn auch echt cool. Ist schließlich nicht selbstverständlich, dass er das alles mit mir macht. Zum Abendessen gab es auf dem Rückweg heute mal chinesisch und wir waren erst um 19 Uhr wieder da. Abschließend kann ich nur wiederholen, dass es richtig interessant war und ich einige nette Bilder geschossen habe. Aber genug gequatscht, seht selbst!
Ach ja, Sonntag kommen die beiden auch schon wieder aus dem Urlaub wieder. Ging schneller als gedacht. Wann ich genau los reise, entscheide ich die nächsten Tage. Ich halte euch auf dem Laufenden!

P.S.: Wenn Bilder ähnlich und doch verschieden aussehen, liegt das daran, dass ich meist einmal mit GoPro und einmal mit dem iPhone fotografiere. Meistens werden aber beide Bilder gut und ich weiß nicht welches ich nehmen soll. :-D


Da ging es ihr wieder ganz gut


Die beiden Bilder vom Silver Star Mountain Resort (Fotos: skisilverstar.com)

Der Blick vom Revelstoke Dam
Der steht da wohl schon etwas länger

Hier ging's auf die Fähre


Dieser Blick auf den See und die Berge...

Im Sommer ist dort unten noch ein Pool

14 Grad ist sau kalt, kann ich euch versichern

Blick von der Fähre

die ''Rampe''




Ich war auch wirklich da (nicht verwechseln, ich bin rechts im Bild)

Die Trucks dürfen in Kanada auch auf Fähren nicht fehlen

Freitag, 10. März 2017

Jona allein zu Haus

Hallo, alle miteinander!
Wo war ich stehen geblieben? Achja. Samstag Abend hat sich nichts Besonderes mehr zugetragen außer dem Essen, das wieder mal sehr lecker war. Am Sonntag hat der Tag sofort mit einer tollen Aktivität begonnen. Müll weg bringen. Hier irgendwo im Nirgendwo gibt es nämlich keine Müllabfuhr, man muss alles selber zur Müllhalde bringen. Im Prinzip ist das auch nicht sehr spannend, aber der Müll wird einfach so mit Erde überschüttet und so bilden sich riesige Berge, die eigentlich komplett aus Müll bestehen. Hatte ich so zumindest auch noch nie gesehen. Und von dort hat man laut Grant einen der besten Blicke über den See. Leider ist das auch schon wieder alles, was ich zu diesem Tag erzählen kann. Ansonsten ist das hier die meiste Zeit relativ eintönig und nicht besonders spannend zu berichten. 
Am Montag war Barbaras Geburtstag, aber sie war schon gar nicht mehr zu Hause, als ich aufgestanden bin. Sie wollte mittags mit Mike Essen gehen und so hat sich Grant Filme angeguckt oder war in der Werkstatt, während ich ihn begleitete oder selber etwas geguckt habe. Als wir mit dem Hund draußen waren hat Grant mir erzählt, dass er alle drei Häuser, die hier in einer Reihe an der Straße stehen, selber gebaut hat. Mit Hilfe von Freunden natürlich. Das eine Haus haben sie verkauft, das Zweite wird in den sonnigeren Monaten vermietet und das Dritte ist das, in dem ich grade sitze. Respekt! Jedes Mal wenn ich mit Ecko Gassi gehe, nehme ich mir vor, Fotos von außen zu machen. Und jedes Mal vergesse ich es wieder. Beim nächsten Mal denk ich dran! Außerdem sind wir abends zu den einzigen Nachbarn rüber gegangen, damit ich mich vorstellen kann. Die sind eigentlich auch ganz nett, wobei der Mann mich sehr an einen amerikanischen Redneck erinnert hat. 
Für den nächsten Tag hatten Grant und ich schon geplant, nach Salmon Arm zu fahren, das etwas größer ist als Sicamous. Grant musste ein paar Sachen erledigen und wir wollten uns nachmittags mit Barbara treffen, um bei Wendy's Burger zu essen. Die Erledigungen waren schnell abgearbeitet, sodass wir noch Zeit hatten, um durch eine kleine Shopping Mall zu gehen. In einem riesigen Süßigkeitengeschäft, das Grant mir gezeigt hat, wollte ich mir eine Tafel Schokolade kaufen. Kann ja nicht so teuer sein, dachte ich mir. 6$!!! Die wohl teuerste Tafel Schokolade meines Lebens. Beim rumlatschen hat Grant mir übrigens bestätigt, dass man in Kanada, genau wie in den USA, Waffen einfach kaufen könne. Er habe zwar eine, aber grundsätzlich wäre es nicht so populär wie in den USA. Er meinte, dass der Durchschnitt pro amerikanischem Haushalt bei 7 Waffen liegt. Unfassbar. Der anschließende Burger war sehr lecker und danach ging es wieder zurück nach Sicamous.
Am Mittwoch war nun die Abreise von Grant und Barbara. Mike und ich haben die beiden zum Flughafen nach Kelowna gebracht, ca. 1 1/2 Stunden von Sicamous entfernt. Auf der Fahrt hat Barbara erzählt, dass in Calgary für den nächsten Tag -30 Grad angesagt sind. Calgary ist ein mögliches Reiseziel von mir nach dem Housesitting. Aber bei den Temperaturen ganz bestimmt nicht. Als wir die beiden erfolgreich am Flughafen abgeliefert hatten, haben Mike und ich bei Arby's (einer weiteren Fast Food-Kette) gegessen und haben uns wieder auf den Rückweg gemacht.
Meine Aufgaben für die nächsten 2 1/2 Wochen, bis die beiden wieder kommen, sind relativ simpel. Zwei mal am Tag mit dem Hund Gassi gehen und ihn füttern. Den Kamin am Laufen halten, damit das Haus warm bleibt. Und ich soll das Gröbste hier sauber machen. Ich habe mir selbst noch zur Aufgabe gemacht, den Hund ein wenig abspecken zu lassen. Und das soll es auch schon wieder gewesen sein. Über gestern und heute gibt es wenig bis gar nichts zu erzählen. Außer, dass mal wieder knapp ein halber Meter Neuschnee gefallen ist. Somit melde ich mich wieder, wenn es was Neues gibt. Bis dahin!

Der Blick von der Müllhalde auf den See

Und wieder alles zugeschneit

Ecko hat sich auch schon dran gewöhnt

Samstag, 4. März 2017

Abstecher nach Vernon & Tage mit Barb und Grant

Hey, da bin ich wieder!
Erst mal freut es mich, dass Oma Monika auch den Weg hier hin gefunden und sogar einen Kommentar da gelassen hat. Allgemein habe ich relativ viele Aufrufe auf diesen Blog, ich weiß gar nicht wer das alles sein soll. Aber nun gut, wem es gefällt, der darf natürlich gerne weiterlesen.
Das letzte Mal hatte ich mich am Montag gemeldet. Ich fange einfach mal beim Dienstag an, da am Montag Abend nichts mehr passiert ist, was man erzählen könnte. Am Dienstag Morgen kam überraschend und ohne Ankündigung Mike vorbei und hat mich gefragt, ob ich ihn nach Vernon begleiten möchte. Vernon ist ein Ort mit ca. 40.000 Einwohnern, der ungefähr 30-40 min. von Sicamous entfernt ist. Mit Mike kann ich zwar menschlich leider nicht all zu viel anfangen, aber natürlich bin ich mitgekommen, weil ich ja auch etwas sehen möchte und dies eine nette Abwechslung war. Ich muss sagen, dass ich vorher weder wusste, dass wir nach Vernon fahren, noch wie weit das entfernt ist. Ich habe es schlichtweg nicht verstanden und wollte auch nicht fünf Mal nachfragen. Deswegen habe ich mir zwischendurch auf der Fahrt schon einige Horrorfantasien überlegt, wo Mike mit mir hinfahren könnte. Aber als ich das Schild mit der Aufschrift ''Vernon'' gesehen habe, wusste ich endlich, was er meinte. Den Ort würde ich als typisch kanadisch-amerikanisch beschreiben, wie man es sich vorstellt. Zuerst haben wir ein Outlet besucht, in dem Mike eine Jacke kaufen wollte, die dann aber leider ausverkauft war. Er hat sich noch ein paar Waffen angeguckt, zum Glück aber keine gekauft. Wäre ja noch gruseliger... Zur Erklärung: In USA und Kanada kann man Waffen als Jagdausrüstung einfach so in vielen Läden kaufen. Unser nächster Stopp war der sogenannte ''Planet Bee''. Ein Laden, in dem sich wirklich alles um Bienen und Honig dreht. Auch wenn ich ja eigentlich kein riesiger Insekten-Fan bin, war es wirklich sehr interessant, da ich sowas noch nie gesehen hatte. Leider habe ich es versäumt von den besuchten Läden Fotos zu machen, da ich das Handy im Auto vergessen hatte. Das letzte Geschäft auf unserer Reise war ein riesiger Comic-Laden, wie man es aus der Serie ''The Big Bang Theory'' kennt. Auch sehr interessant so etwas mal in echt zu sehen. Jan hätte dort bestimmt einiges an Geld gelassen. Zum Mittagessen gab es einen gesunden Burger von Burger King, den wir natürlich nicht in der Filiale verzehrt haben, sondern in Mikes Pick-Up. Ich habe mich kurz gewundert, bis ich gemerkt habe, dass in quasi jedem Auto Menschen am Essen waren. Nun ja, die Amis... Zu guter Letzt hat Mike mir noch den Okanagan Lake gezeigt, von dem es eine ''Loch Ness''-ähnliche Saga gibt. Das Ungeheuer, das dort leben soll, heißt ''Ogopogo''. Nicht sehr furchteinflößend. Danach ging es wieder zurück nach Sicamous. Abschließend lässt sich sagen, dass Vernon wirklich ein nettes Örtchen ist, das ich mir auch genau so vorgestellt hatte. Wer möchte, kann sich die Stadt ja noch bei Google angucken, ich habe nur Fotos vom Okanagan Lake gemacht. Nachdem wir wieder am Haus angekommen sind, gab es noch eins der bisherigen Highlights. Mike hat mich eingeladen, mit ihm mit einem Quad-ähnlichen Gefährt den Berg hoch zu brettern. Schwer zu beschreiben, aber ich habe ein Foto davon gemacht. Zum Abendessen gab es ein Subway Sandwich und nach einigen Folgen meiner Serie bin ich schlafen gegangen.
Mike ist am nächsten Morgen relativ früh nach Hause gefahren. Eigentlich gibt es gar nichts weiter zu erzählen vom Mittwoch, als, dass Barb und Grant abends aus Alberta wiedergekommen sind. Donnerstag Morgen ist Barb sehr früh zur Arbeit gefahren und Grant hat angefangen in seiner Werkstatt mit Holz zu arbeiten. Ich habe ihm angeboten zu helfen aber auch sofort dazu gesagt, dass ich etwas machen möchte, wo ich nichts kaputt machen kann, weil ich nicht sehr begabt in handwerklicher Arbeit bin. Also durfte ich fegen. Naja, zumindest kann man beim fegen nichts kaputt machen. Grant hatte aber sowieso eher wenig zutun, sodass er gar keine Hilfe benötigte. Das kam mir sehr entgegen. Zum Abendessen hat Grant ''Bangers & Mash'' gemacht, was auf deutsch so viel bedeutet, wie Würstchen mit Kartoffelbrei. Nichts Besonderes, aber trotzdem ganz lecker.
Über den gestrigen Tag gibt es wieder nicht viel zu berichten. Barb war wieder arbeiten, Grant aber nicht in der Werkstatt. Er hat sich Serien und Filme angeguckt, und ich habe ihm entweder dabei Gesellschaft geleistet oder habe mir selber etwas auf dem Laptop angeguckt. Zum Abendessen gab es gestern Braten mit Kartoffelbrei und Gemüse. Kartoffelbrei scheint sehr beliebt zu sein in Kanada. Aber ich muss wirklich sagen, dass Grant ein sehr guter Koch ist und es wieder sehr lecker geschmeckt hat.
Heute Morgen habe ich festgestellt, dass abends wohl Mike noch gekommen sein muss. Gegen Mittag sind wir alle zusammen nach Sicamous gefahren. Grant hat dort seinen eigenen Laden, in dem er hauptsächlich seine Holzkunst verkauft, aber auch allen möglichen Kram, den kein Mensch braucht. Das ist nicht abwertend gemeint, sondern einfach eine Tatsache. Sehr schöne Sachen gemischt mit typischem Touristen-Kram und einem kleinen Kiosk. Eigentlich aber ganz nett gemacht. Ich habe gefragt, ob ich am Wasser abgesetzt werden kann, damit ich noch ein wenig die Stadt erkunden und ein paar Fotos schießen kann. Allerdings war das Wetter und der Punkt, an dem ich raus gelassen wurde, nicht so gut, also sind die Fotos auch nicht so atemberaubend geworden. Ich habe dafür gelernt, dass Sicamous die Hausboot-Hauptstadt von Kanada ist. Anschließend haben wir noch eingekauft und sind dann zurück zum Haus gefahren. Zum Mittagessen gab es Hot Dogs und gleich gibt es Hühnchen vom Smoker.
Das war es erst mal von mir, also bis dahin!

Okanagan Lake

Panoramabild vom Okanagan Lake


hier tatsächlich gar nicht zugefroren

Vernon

Blick aus meinem Fenster mit Mikes Auto

Das Gefährt

Unsere Spuren
Grants Shop





Hausboot Hauptstadt