Samstag, 4. März 2017

Abstecher nach Vernon & Tage mit Barb und Grant

Hey, da bin ich wieder!
Erst mal freut es mich, dass Oma Monika auch den Weg hier hin gefunden und sogar einen Kommentar da gelassen hat. Allgemein habe ich relativ viele Aufrufe auf diesen Blog, ich weiß gar nicht wer das alles sein soll. Aber nun gut, wem es gefällt, der darf natürlich gerne weiterlesen.
Das letzte Mal hatte ich mich am Montag gemeldet. Ich fange einfach mal beim Dienstag an, da am Montag Abend nichts mehr passiert ist, was man erzählen könnte. Am Dienstag Morgen kam überraschend und ohne Ankündigung Mike vorbei und hat mich gefragt, ob ich ihn nach Vernon begleiten möchte. Vernon ist ein Ort mit ca. 40.000 Einwohnern, der ungefähr 30-40 min. von Sicamous entfernt ist. Mit Mike kann ich zwar menschlich leider nicht all zu viel anfangen, aber natürlich bin ich mitgekommen, weil ich ja auch etwas sehen möchte und dies eine nette Abwechslung war. Ich muss sagen, dass ich vorher weder wusste, dass wir nach Vernon fahren, noch wie weit das entfernt ist. Ich habe es schlichtweg nicht verstanden und wollte auch nicht fünf Mal nachfragen. Deswegen habe ich mir zwischendurch auf der Fahrt schon einige Horrorfantasien überlegt, wo Mike mit mir hinfahren könnte. Aber als ich das Schild mit der Aufschrift ''Vernon'' gesehen habe, wusste ich endlich, was er meinte. Den Ort würde ich als typisch kanadisch-amerikanisch beschreiben, wie man es sich vorstellt. Zuerst haben wir ein Outlet besucht, in dem Mike eine Jacke kaufen wollte, die dann aber leider ausverkauft war. Er hat sich noch ein paar Waffen angeguckt, zum Glück aber keine gekauft. Wäre ja noch gruseliger... Zur Erklärung: In USA und Kanada kann man Waffen als Jagdausrüstung einfach so in vielen Läden kaufen. Unser nächster Stopp war der sogenannte ''Planet Bee''. Ein Laden, in dem sich wirklich alles um Bienen und Honig dreht. Auch wenn ich ja eigentlich kein riesiger Insekten-Fan bin, war es wirklich sehr interessant, da ich sowas noch nie gesehen hatte. Leider habe ich es versäumt von den besuchten Läden Fotos zu machen, da ich das Handy im Auto vergessen hatte. Das letzte Geschäft auf unserer Reise war ein riesiger Comic-Laden, wie man es aus der Serie ''The Big Bang Theory'' kennt. Auch sehr interessant so etwas mal in echt zu sehen. Jan hätte dort bestimmt einiges an Geld gelassen. Zum Mittagessen gab es einen gesunden Burger von Burger King, den wir natürlich nicht in der Filiale verzehrt haben, sondern in Mikes Pick-Up. Ich habe mich kurz gewundert, bis ich gemerkt habe, dass in quasi jedem Auto Menschen am Essen waren. Nun ja, die Amis... Zu guter Letzt hat Mike mir noch den Okanagan Lake gezeigt, von dem es eine ''Loch Ness''-ähnliche Saga gibt. Das Ungeheuer, das dort leben soll, heißt ''Ogopogo''. Nicht sehr furchteinflößend. Danach ging es wieder zurück nach Sicamous. Abschließend lässt sich sagen, dass Vernon wirklich ein nettes Örtchen ist, das ich mir auch genau so vorgestellt hatte. Wer möchte, kann sich die Stadt ja noch bei Google angucken, ich habe nur Fotos vom Okanagan Lake gemacht. Nachdem wir wieder am Haus angekommen sind, gab es noch eins der bisherigen Highlights. Mike hat mich eingeladen, mit ihm mit einem Quad-ähnlichen Gefährt den Berg hoch zu brettern. Schwer zu beschreiben, aber ich habe ein Foto davon gemacht. Zum Abendessen gab es ein Subway Sandwich und nach einigen Folgen meiner Serie bin ich schlafen gegangen.
Mike ist am nächsten Morgen relativ früh nach Hause gefahren. Eigentlich gibt es gar nichts weiter zu erzählen vom Mittwoch, als, dass Barb und Grant abends aus Alberta wiedergekommen sind. Donnerstag Morgen ist Barb sehr früh zur Arbeit gefahren und Grant hat angefangen in seiner Werkstatt mit Holz zu arbeiten. Ich habe ihm angeboten zu helfen aber auch sofort dazu gesagt, dass ich etwas machen möchte, wo ich nichts kaputt machen kann, weil ich nicht sehr begabt in handwerklicher Arbeit bin. Also durfte ich fegen. Naja, zumindest kann man beim fegen nichts kaputt machen. Grant hatte aber sowieso eher wenig zutun, sodass er gar keine Hilfe benötigte. Das kam mir sehr entgegen. Zum Abendessen hat Grant ''Bangers & Mash'' gemacht, was auf deutsch so viel bedeutet, wie Würstchen mit Kartoffelbrei. Nichts Besonderes, aber trotzdem ganz lecker.
Über den gestrigen Tag gibt es wieder nicht viel zu berichten. Barb war wieder arbeiten, Grant aber nicht in der Werkstatt. Er hat sich Serien und Filme angeguckt, und ich habe ihm entweder dabei Gesellschaft geleistet oder habe mir selber etwas auf dem Laptop angeguckt. Zum Abendessen gab es gestern Braten mit Kartoffelbrei und Gemüse. Kartoffelbrei scheint sehr beliebt zu sein in Kanada. Aber ich muss wirklich sagen, dass Grant ein sehr guter Koch ist und es wieder sehr lecker geschmeckt hat.
Heute Morgen habe ich festgestellt, dass abends wohl Mike noch gekommen sein muss. Gegen Mittag sind wir alle zusammen nach Sicamous gefahren. Grant hat dort seinen eigenen Laden, in dem er hauptsächlich seine Holzkunst verkauft, aber auch allen möglichen Kram, den kein Mensch braucht. Das ist nicht abwertend gemeint, sondern einfach eine Tatsache. Sehr schöne Sachen gemischt mit typischem Touristen-Kram und einem kleinen Kiosk. Eigentlich aber ganz nett gemacht. Ich habe gefragt, ob ich am Wasser abgesetzt werden kann, damit ich noch ein wenig die Stadt erkunden und ein paar Fotos schießen kann. Allerdings war das Wetter und der Punkt, an dem ich raus gelassen wurde, nicht so gut, also sind die Fotos auch nicht so atemberaubend geworden. Ich habe dafür gelernt, dass Sicamous die Hausboot-Hauptstadt von Kanada ist. Anschließend haben wir noch eingekauft und sind dann zurück zum Haus gefahren. Zum Mittagessen gab es Hot Dogs und gleich gibt es Hühnchen vom Smoker.
Das war es erst mal von mir, also bis dahin!

Okanagan Lake

Panoramabild vom Okanagan Lake


hier tatsächlich gar nicht zugefroren

Vernon

Blick aus meinem Fenster mit Mikes Auto

Das Gefährt

Unsere Spuren
Grants Shop





Hausboot Hauptstadt


1 Kommentar:

  1. Schön geschrieben. Die Natur dort ist ja echt toll. Schöne Bilder. Weiter so :-)

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