Wo war ich stehen geblieben? Achja. Samstag Abend hat sich nichts Besonderes mehr zugetragen außer dem Essen, das wieder mal sehr lecker war. Am Sonntag hat der Tag sofort mit einer tollen Aktivität begonnen. Müll weg bringen. Hier irgendwo im Nirgendwo gibt es nämlich keine Müllabfuhr, man muss alles selber zur Müllhalde bringen. Im Prinzip ist das auch nicht sehr spannend, aber der Müll wird einfach so mit Erde überschüttet und so bilden sich riesige Berge, die eigentlich komplett aus Müll bestehen. Hatte ich so zumindest auch noch nie gesehen. Und von dort hat man laut Grant einen der besten Blicke über den See. Leider ist das auch schon wieder alles, was ich zu diesem Tag erzählen kann. Ansonsten ist das hier die meiste Zeit relativ eintönig und nicht besonders spannend zu berichten.
Am Montag war Barbaras Geburtstag, aber sie war schon gar nicht mehr zu Hause, als ich aufgestanden bin. Sie wollte mittags mit Mike Essen gehen und so hat sich Grant Filme angeguckt oder war in der Werkstatt, während ich ihn begleitete oder selber etwas geguckt habe. Als wir mit dem Hund draußen waren hat Grant mir erzählt, dass er alle drei Häuser, die hier in einer Reihe an der Straße stehen, selber gebaut hat. Mit Hilfe von Freunden natürlich. Das eine Haus haben sie verkauft, das Zweite wird in den sonnigeren Monaten vermietet und das Dritte ist das, in dem ich grade sitze. Respekt! Jedes Mal wenn ich mit Ecko Gassi gehe, nehme ich mir vor, Fotos von außen zu machen. Und jedes Mal vergesse ich es wieder. Beim nächsten Mal denk ich dran! Außerdem sind wir abends zu den einzigen Nachbarn rüber gegangen, damit ich mich vorstellen kann. Die sind eigentlich auch ganz nett, wobei der Mann mich sehr an einen amerikanischen Redneck erinnert hat.
Für den nächsten Tag hatten Grant und ich schon geplant, nach Salmon Arm zu fahren, das etwas größer ist als Sicamous. Grant musste ein paar Sachen erledigen und wir wollten uns nachmittags mit Barbara treffen, um bei Wendy's Burger zu essen. Die Erledigungen waren schnell abgearbeitet, sodass wir noch Zeit hatten, um durch eine kleine Shopping Mall zu gehen. In einem riesigen Süßigkeitengeschäft, das Grant mir gezeigt hat, wollte ich mir eine Tafel Schokolade kaufen. Kann ja nicht so teuer sein, dachte ich mir. 6$!!! Die wohl teuerste Tafel Schokolade meines Lebens. Beim rumlatschen hat Grant mir übrigens bestätigt, dass man in Kanada, genau wie in den USA, Waffen einfach kaufen könne. Er habe zwar eine, aber grundsätzlich wäre es nicht so populär wie in den USA. Er meinte, dass der Durchschnitt pro amerikanischem Haushalt bei 7 Waffen liegt. Unfassbar. Der anschließende Burger war sehr lecker und danach ging es wieder zurück nach Sicamous.
Am Mittwoch war nun die Abreise von Grant und Barbara. Mike und ich haben die beiden zum Flughafen nach Kelowna gebracht, ca. 1 1/2 Stunden von Sicamous entfernt. Auf der Fahrt hat Barbara erzählt, dass in Calgary für den nächsten Tag -30 Grad angesagt sind. Calgary ist ein mögliches Reiseziel von mir nach dem Housesitting. Aber bei den Temperaturen ganz bestimmt nicht. Als wir die beiden erfolgreich am Flughafen abgeliefert hatten, haben Mike und ich bei Arby's (einer weiteren Fast Food-Kette) gegessen und haben uns wieder auf den Rückweg gemacht.
Meine Aufgaben für die nächsten 2 1/2 Wochen, bis die beiden wieder kommen, sind relativ simpel. Zwei mal am Tag mit dem Hund Gassi gehen und ihn füttern. Den Kamin am Laufen halten, damit das Haus warm bleibt. Und ich soll das Gröbste hier sauber machen. Ich habe mir selbst noch zur Aufgabe gemacht, den Hund ein wenig abspecken zu lassen. Und das soll es auch schon wieder gewesen sein. Über gestern und heute gibt es wenig bis gar nichts zu erzählen. Außer, dass mal wieder knapp ein halber Meter Neuschnee gefallen ist. Somit melde ich mich wieder, wenn es was Neues gibt. Bis dahin!
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| Der Blick von der Müllhalde auf den See |
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| Und wieder alles zugeschneit |
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| Ecko hat sich auch schon dran gewöhnt |



Ernährungstechnisch klingt das ja sehr einseitig. Fastfood, Burger, Fastfood... :-)
AntwortenLöschenMir gefällt der Hund, auch wenn er etwas mollig ist.
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