Tatsächlich sitze ich grade in Porto am Flughafen und warte auf meinen Anschlussflug nach Amsterdam.
Leider war ich die letzten Wochen nicht in der Verfassung einen neuen Eintrag zu schreiben oder ich hatte keine gute Internet-Verbindung.
Ich fange einfach mal beim ersten Tag in Toronto an. Der Flug von Vancouver aus war relativ entspannt und nicht wirklich erwähnenswert. Als ich ankam, habe ich mich sofort auf den Weg Richtung Hostel gemacht und hatte das Glück, dass ich sehr früh morgens schon einchecken konnte. Die ersten Stunden habe ich nur geschlafen, da der Flug über Nacht war und ich sehr kaputt war. Da aber so gutes Wetter war, habe ich mich gegen Mittag aufgerafft und bin in die Stadt gegangen. Erstmal war ich überwältigt, weil es mir wirklich vorkam, als würde ich durch New York laufen. Die riesen Leuchtreklamen und alles erinnern sehr an die Filme aus den USA. Zuerst habe ich mir den Kensington Market angeguckt, wo kleine Gassen sind mit vielen Bars und Geschäften. Danach habe ich mir die Graffiti Alley angeguckt, die eins der Highlights Torontos war. Eine ganze Gasse, in der erlaubt ist, alles vollzusprühen. Und das war wirklich Kunst. Auf dem Weg zurück zum Hostel habe ich noch einen Filmdreh hautnah miterlebt, in dem Polizeiautos aus New York benutzt wurden. Es wurde also in Toronto gedreht aber sollte aussehen wie New York. Es ist wohl sehr beliebt, Filme in Vancouver und Toronto zu drehen und es aussehen zu lassen als wäre es eine amerikanische Stadt. Warum auch immer.
Am nächsten Morgen habe ich sofort die erste Fähre nach Centre Island genommen. Eine Insel, die direkt vor Toronto liegt und ein Must-See sein sollte wenn man in Toronto ist. Es war strahlender Sonnenschein, die Fähre hat für Hin- und Rückfahrt zusammen nur 7$ gekostet, also perfekt für einen Trip auf die Insel. Und von dort hatte man wirklich einen super Blick auf die Skyline Torontos. Außerdem ist dort ein kleiner Vergnügungspark, der allerdings nur im Sommer geöffnet ist. Centre Island ist eigentlich sehr groß aber ich war in der Laune rumzulaufen und war locker 3 Stunden unterwegs und hab einfach nur die Insel erkundet. Dort gibt es sehr schöne Strände und im Sommer muss es dort echt ein Paradies sein. Nachdem ich die Fähre zurück genommen habe, hab ich mir noch den kleinen künstlich angelegten Strand am Ufer Torontos angeguckt, der bei dem Wetter auch sehr gut besucht war. Außerdem habe ich mir das Rogers Centre und das Air Canada Centre von außen angeguckt, die Spielstädten der Sportmannschaften Torontos. Normalerweise wollte ich auch auf den CN-Tower, da dies bis vor ein paar Jahren der größte Turm auf der Welt war. Aber da ich alleine unterwegs war und es 35$ gekostet hat, nur um da hochzufahren und ein paar Fotos zu schießen, war es mir das nicht wert. In Sydney war ich ja 2015 schon auf dem Tower und das fand ich auch nicht sonderlich atemberaubend. Also saß ich den Rest des Tages in einem Cafe und habe die vorbeilaufenden Leute beobachtet. Ich war aber auch sehr geschafft von der langen Wanderung über die Insel.
Nun kommt leider der negative Teil des Toronto-Trips. Den nächsten Morgen hatte ich sehr starken Husten, weswegen ich mich entschied, mich im Hostel auszuruhen, damit ich die restlichen Tage fit bin. Das war sehr schade, weil ich einen netten Italiener auf dem Zimmer hatte, mit dem ich gerne mehr unternommen hätte. Aber am nächsten Tag habe ich mich ja sowieso mit Joseph in Mississauga (ca. 30min von Toronto) getroffen zum Couchsurfing.
Leider wurde die Erkältung eher schlimmer aber ich habe mich trotzdem aufgerafft zum Bus zu laufen und nach Mississauga zu fahren, Joseph war zum Glück auch direkt vor Ort und hat mich zu seinem Apartment gebracht, weil er direkt danach wieder arbeiten musste. Sein Apartment war sehr stilvoll eingerichtet. Dazu hatte er einen Balkon mit Ausblick auf ganz Mississauga und dazu hatte ich noch ein eigenes Zimmer mit einem riesigen Bett, was perfekt war, um meine Erkältung auszukurieren. Ich muss dazu sagen, dass Mississauga zwar quasi ein Vorort von Toronto ist, trotzdem aber eine der fünf größten Städte Kanadas. Das könnt ihr aber auch auf den Bildern erkennen. Ich war einfach nur glücklich dass Joseph mich aufgenommen hat, denn ich bekam Fieber und als ich zum Shopping Centre gehen wollte, das nur 10min entfernt ist, habe ich fast einen Kreislaufzusammenbruch bekommen. Joseph hat mir aber sogar Medikamente gekauft und selber Tee gemacht, sodass ich in guten Händen war. Außerdem hatte er einen Whirlpool unten in dem (sehr luxoriösen) Wohnblock.
Zum Glück war nach zwei Tagen das gröbste der Erkältung überstanden, sodass wir samstags, als Joseph nicht arbeiten musste, zu den Niagara Fällen gefahren sind. Die sind einfach nur unfassbar beeindruckend, weil ich sie gar nicht sooooo groß erwartet hatte. Aber mehr als ein paar nette Fotos haben wir dort auch nicht gemacht. Danach ging es allerdings noch ins Casino. Im Endeffekt habe ich nur 5$ verspielt, es lief also nicht so schlecht. Joseph ist mit 60$ reingegangen und mit 0$ wieder raus. Für mich lief es also deutlich besser, hehe. Abends wollte Joseph unbedingt mit mir einen trinken. Also hat er Bier gekauft und er hatte noch Rum zuhause. Was soll ich sagen? Am Ende des Abends war ich betrunken. Ich muss dazu sagen, dass Joseph mir ALLES bezahlt hat und jeden Abend sehr leckeres Essen gekocht hat. Er ist wohl ein sehr erfolgreicher Manager in einer Firma, die international alle Arten von Stühlen verkauft.
Am Sonntag, also Josephs letztem freien Tag, haben wir Nikita besucht. Wahrscheinlich schreibe ich den Namen falsch, da er Ukrainer ist, aber zumindest ist das Josephs bester Freund. Wir haben zusammen gegessen und ein wenig gequatscht, weil Nikita am nächsten Tag in die Ukraine geflogen ist, um Urlaub zu machen. Die letzten Jahre hat er in Toronto studiert und mit einem anderen Ukrainer zusammengelebt. Beides auch sehr nette Leute, mit denen man gut Zeit verbringen konnte.
Über die letzten Tage bei Joey lässt sich gar nicht viel erzählen. Eigentlich wollte ich nochmal nach Toronto fahren aber Montag und Dienstag hat es so dermaßen geregnet, dass es nicht mal möglich war, zwei Meter zu gehen, ohne komplett nass zu werden. Und am letzten Tag, als strahlender Sonnenschein war, ging abends mein Bus nach New York. Aber bis auf die Erkältung hatte ich eine sehr schöne Zeit in Toronto und Mississauga und ich hätte keinen gastfreundlicheren Couchsurfer finden können als Joey. Und nun ging es nach New York, die Stadt, die ich schon immer sehen wollte!
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| Künstlich angelegter Strand direkt am Ufer Torontos |
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| Die Graffiti Alley |
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| Blick auf die Skyline von Centre Island aus |
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| Die letzten drei Bilder sind alle von Centre Island |
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| Heimstädte der Toronto Raptors |
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| Ausblick von Josephs Balkon auf Mississauga Nr. 1 |
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| Und Nr. 2 |
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| Die Niagara Fälle |
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| Ich war wirklich auch da |















Hatte mit keiner neuen Nachricht von dir gerechnet. Wäre
AntwortenLöschenschade gewesen. Das Lesen aht sich gelohnt. Gut das du die Krankheit überstanden hast.